Arbeiten von Zuhause, flexible Arbeitszeiten und Gemeinschaftsprojekte in Clouds: Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant. Gerade für junge Familien eröffnet die Möglichkeit des Homeoffice viele Chancen. Arbeit und Kinderbetreuung lassen sich so besser vereinbaren, lange Anfahrtswege fallen weg. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist eine schnelle Internetverbindung. Kein Wunder, dass der Breitbandausbau damit zur Standortfrage wird – für junge Familien, die sich niederlassen möchten genauso wie für Unternehmen.

Wer beruflich von Uedem aus ins Ruhrgebiet und in den Großraum Düsseldorf-Köln pendelt, verbringt einen Großteil seiner Zeit im Stau. Wie viel schöner ist es da, morgens den Nachwuchs in den Kindergarten oder in die Schule zu bringen – und sich dann entspannt im Homeoffice an den Computer zu setzen und mit der Arbeit zu beginnen.

4,4 Stunden Zeit sparen diejenigen, die im Homeoffice arbeiten, im Schnitt in der Woche ein. Davon profitiert laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach vor allem die Familie.

Insbesondere für Berufstätige mit Familie, die Bürojobs haben und von zu Hause aus arbeiten dürfen,
ist das Homeoffice eine der großen Errungenschaften der Digitalisierung. Dank des Datentransfers übers Internet ist es heute nicht mehr zwingend nötig, körperlich an seinem Arbeitsplatz anwesend zu sein. Stattdessen kann man sich vom heimischen Büro aus ins Firmennetzwerk oder in die Firmencloud einloggen und dort auf Dokumente zugreifen und in ihnen arbeiten. Dabei werden ständig Daten herunter und wieder raufgeladen. Hinzu kommt der regelmäßige Austausch mit den Kollegen im Videochat.

Damit das alles funktioniert, ist ein schnelles und stabiles Internet die Grundvoraussetzung. Es verwundert daher nicht, dass junge Familien genau darauf achten, wie die Internetversorgung ist, bevor sie sich entscheiden, ein Haus oder eine Wohnung zu mieten oder zu kaufen.

Dass die digitale Infrastruktur zum ausschlaggebenden Standortfaktor wird, gilt nicht nur für Arbeitnehmer und Selbstständige. Sondern auch und gerade für Unternehmen.

„Telefonieren wird künftig nur noch übers Internet möglich“

Für die ist ein Glasfaseranschluss genauso wichtig wie eine schnell erreichbare Autobahnauffahrt und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Denn: Jedes Unternehmen – vom kleinen Handwerksbetrieb über den Mittelständler bis zum großen Konzern – bewegt heute ständig große Datenmengen hin und her.

Die Produktion ist in vielen Bereichen ganz oder teilweise automatisiert. Telefonieren wird künftig nur noch übers Internet möglich sein, was diejenigen, die noch alte Kupferleitungen haben, vor Probleme stellen könnte. Kundenbestellungen gehen genauso übers Internet ein wie die Logistik und der Versand übers Netz gesteuert wird.

Und wer häufig Videokonferenzen durchführt oder Videos für die eigene Firmenhomepage hochlädt, der weiß sowieso, dass schnelles Internet kein Luxus ist – sondern dass es in der modernen Arbeitswelt schlicht nicht mehr ohne geht.