Unser Freizeitverhalten und unsere Wohnformen sind zunehmend vernetzt. Unsere Lieblingslieder können wir überall und jederzeit übers Internet hören. Auch Filme und Serien schauen wir vermehrt übers Netz. Und unsere Häuser und Wohnungen werden durch Automatisierung und intelligente Steuerung sicherer, komfortabler und energieeffizienter. Um dieses Plus an Lebens- und Wohnqualität genießen zu können, benötigen wir eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur.

Aufwachen kann so schön sein: Aus den Boxen auf dem Nachttisch ertönt unser Lieblingslied. Die Rollläden im Schlafzimmer öffnen sich automatisch. Die Heizung hat das Bad schon vorgeheizt. Und während wir noch unter der Dusche stehen, läuft unten in der Küche schon der Kaffee durch. All das geschieht vollautomatisch, weil die einzelnen Geräte miteinander vernetzt und optimal aufeinander und auf unsere Lebensgewohnheiten abgestimmt sind.

Willkommen im Smart Home, willkommen im Haus der Zukunft!

Allzu weit entfernt ist diese Zukunft nicht. Denn Digitalisierung und Vernetzung durchdringen unser Freizeitverhalten und unsere Wohnformen bereits heute sehr stark. So stark, dass es in deutschen Wohnzimmern längst Alltag ist, sich Serien und Filme über einschlägige Internetdienste anzuschauen und Musik übers Netz zu hören. Vor al
lem junge Menschen möchten ihre Freizeit nicht mehr am Programm des klassischen Fernsehens ausrichten. Sie möchten selber bestimmen, was sie sehen – und wann sie es sehen. On demand, auf Abruf, lautet das Stichwort für diese Entwicklung, die jeden zu seinem eigenen Programmdirektor macht.

Laut dem aktuellen Digitalisierungsbericht der Medienanstalten schaut in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen schon jetzt nur noch eine Minderheit von 49 Prozent klassisches Fernsehen. Bei den bis 19-Jährigen sind es nur noch 41 Prozent. Der Rest schaut über Internet.

Nicht nur die Freizeit und das Medienverhalten verändern sich durch die Digitalisierung rasant. Auch im Bereich des Wohnens erleben wir einen tiefgehenden Wandel. Individueller, einfacher, komfortabler und auch sicherer: So sieht – der Digitalisierung sei Dank – die Zukunft des Wohnens aus.

Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Im Smart Home lassen sich übers Handy, mit dem Tablet oder PC sämtliche Heizungen und Lichter steuern, um die Energiekosten zu optimieren. Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Trockner können ferngesteuert reguliert werden.

Der Kühlschrank erkennt, dass keine Milch mehr da ist und informiert mich übers Smartphone, dass ein Einkauf fällig ist – oder er bestellt die Milch direkt beim Einzelhändler, der sie mir dann nach Hause liefert. Markisen lassen sich so programmieren, dass sie bei Wind und Regen automatisch eingefahren werden. Alarmanlagen, Kamera- und Sicherheitssysteme lassen sich vernetzen und benachrichtigen im Fall der Fälle sofort uns und die Leitstelle, dass jemand versucht hat, ins Haus einzudringen.
All das ist jetzt schon möglich – und wird in wenigen Jahren Standard sein. Die Möglichkeiten für die digitale Zukunft und den Austausch von großen Datenmengen müssen aber schon heute geschaffen werden.

Deswegen ist der Breitbandausbau so wichtig. Er entscheidet darüber, ob wir die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung werden nutzen können. Oder ob wir den Anschluss verlieren und weiter vom nervigen Wecker geweckt werden.