Das Internet wird von den Generationen ganz unterschiedlich genutzt. Auch von Franz und Fritz Bremers. Franz Bremers, 75 Jahre, wohnt im Uedemer Ortskern, hat VDSL und lädt oft Fotobücher hoch. Fritz Bremers, 13 Jahre, wohnt im Keppelner Außenbezirk und hat eine „Bambusleitung“, wie er selbst sagt. Dabei würde er gerne YouTuber werden. Eine Opa-Enkel-Diskussion.

Fritz: Du hast es gut, Opa, bei Dir kann man wenigstens zocken, ohne zwanzig Mal vor Ärger gegen den Bildschirm zu schlagen.

Franz: Ist ja gar nicht wahr. Du hast letztens bei mir was hochladen wollen und abgebrochen, weil es Dir zu lange dauerte.

Fritz: Ja, das war ein Video. Dein VDSL ist halt nur in eine Richtung schnell, beim Runterladen. Sobald man was hochladen will, bockt es auch.

Franz: Naja, ich werde vermutlich nie in die Verlegenheit kommen, so viele Videos hochzuladen wie Du. Das einzige, was ich mache, sind Fotobücher: Wenn die zum Hochladen mal fünf Stunden brauchen, ist mir das egal.

Fritz: Ja, für Dich mag das reichen. Aber ich möchte später mal was mit Film oder Fotos machen. Das kann ich mit unserer Leitung voll vergessen. Ich brauche zum Teil fünf Minuten, um ein einfaches Foto runterzuladen.

Franz: Fünf Minuten? Das erstaunt mich.

Fritz: Und Videos fressen noch viel mehr. Mein monatliches Datenvolumen reicht für 25 Minuten Video. Das ist oft schon nach zwei Tagen aufgebraucht. Dann geht’s nur noch mit Ruckeln.

Franz: Und das, glaubst Du, wird mit Glasfaser alles besser?
Fritz: Na klar. Dann wäre das alles kein Thema mehr. Geschwindigkeit

superschnell, Datenvolumen unbegrenzt. Aber ob das wirklich bis zu uns kommt, weiß ich nicht. Wenn ich YouTuber werden will, muss ich wohl wegziehen.

Franz: Dann kannste ja bei mir YouTuber werden, wenn ich Glasfaser habe.

Fritz: Wir können ja tauschen. Du ziehst aufs Land nach Keppeln und ich zu Dir nach Uedem in die große Stadt.

Franz (lacht): Aber dann musst Du mit Oma Martha klarkommen.

Fritz: Das kriege ich schon hin. Die kocht so lecker, das passt.
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