Tafel und Kreide waren gestern. In den Klassenzimmern von heute gehören Beamer, Notebooks und Tablets längst zum Standard. Auch zuhause nutzen Schüler das Internet völlig selbstverständlich bei ihren Hausaufgaben und zur Unterrichtsvorbereitung. An den Hochschulen und Universitäten sieht es nicht anders aus.

Viele Studierende gehen nur noch sporadisch in den Hörsaal und schauen sich stattdessen die Vorlesungen ihrer Dozenten zuhause am Computer an. Lerngruppen treffen sich heute lieber im virtuellen Chat als im Café, um dort über knifflige Lernfragen zu diskutieren oder sich gemeinsam auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Und all das ist erst der Anfang, denn das sogenannte E-Learning wird sich rasant ausbreiten.

Auch wenn uns das Ausmaß des Wandels manchmal gar nicht bewusst ist, weil wir mitten drin stecken: Wir leben im Zeitalter der
digitalen Revolution. Und diese digitale Revolution wird auch die Bildung so stark verändern, wie es sich vor einiger Zeit höchstens Science-Fiction-Autoren ausgemalt haben. Ganz gleich, ob im Kindergarten, im Klassenzimmer, in der beruflichen Ausbildung, im Hörsaal oder bei der Weiterbildung: Überall dort, wo Menschen lernen, hält die digitale Technologie Einzug. Und die digitale Infrastruktur entscheidet darüber, ob wir an der Bildung der Zukunft teilhaben können. Denn wir brauchen schnelle Internetleitungen, die auch große Datenmengen transportieren können, um bildungsmäßig nicht den Anschluss zu verlieren.

Warum das so ist? Der Livestream der Vorlesung frisst ebenso große Datenmengen wie der Online-Kurs an der Volkshochschule oder der Versand der Präsentation, die der Schüler an seinen Lehrer schickt. Für den Videochat mit den Mitschülern oder Kommilitonen gilt dasselbe. Und auch die Dokumente zum
Lernen, die sich Schüler und Studierende zuhause herunterladen und nach der Bearbeitung wieder hochladen müssen, brauchen ein großes Datenvolumen. Die erforderlichen Datenmengen werden aber künftig immer größer. Deshalb werden wir schnelle Datenautobahnen brauchen, wenn wir nicht im Stau stehen wollen. Die digitale Infrastruktur wird der entscheidende Faktor im 21. Jahrhundert sein – nicht nur für den Bildungsbereich, sondern für die Standortpolitik insgesamt.